Stadtrand: Eiter- und Popokeime

Stadtleben | aus FALTER 47/00 vom 22.11.2000

Okay, über die Bäckereiverkäuferin, die nach der Verfrachtung von Bauernkrapfen ins Papiersackerl die Gebäckzange regelmäßig abschleckt, haben wir uns bereits an dieser Stelle ausgelassen. Auch der Supermarktkassierer, der, bevor er die Waren über den Scanner zieht gerne mal in seinen Handrücken rotzt, hatte bereits seinen Auftritt im Stadtrand. Und dass man bei manchen Eissalons wegen Fäkalbakterien im Eis eher aufpassen sollte, ist gerade weniger aktuell. Aktuell ist hingegen die Alarmmeldung der Wiener Arbeiterkammer Sushi betreffend: In der aktuellen Ausgabe von "Format" wird berichtet, dass Takeaway-Rohfisch - je nach Herkunft - teilweise ziemlich eklig sein kann. Lediglich sechs von sechzehn Wiener Proben waren nämlich hygienisch einwandfrei. Gesundheitsschädliches Sushi mit Eiter- und/oder Popokeimen gab es unter anderem beim beliebten Naschmarkt-Sushisalon "Toko-Ri", bei "Running Sushi" in der Josefstadt und - wer hätte das gedacht? - bei Meinl am Graben. Jawoll! Aber bevor Sie sich jetzt komplett ekeln, sollten Sie beim nächsten Barbesuch lieber schauen, wer vor Ihnen bereits seine Finger in der Nüsschen-Schale hatte. Und wo sich die betreffenden Personen vielleicht vorher nicht die Hände gewaschen haben. Hmm, lecker. C. W.


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