Metal-Fan Rubinowitz: Dreckig, feige und gemein

Stadtleben | Tex Rubinowitz | aus FALTER 47/00 vom 22.11.2000

Dass Heavy Metal unausrottbar ist, liegt einfach daran, dass der Feind es ihm so leicht macht. Konsensuelles Gedudel a la Beck, Kruder & Dorfmeister oder Rage Against The Machine, um nur die Creme de la Creme des Abschaums zu nennen, verstopfen Radios, Discos, Bars, Geschäfte, Regale, Aufzüge, jede Pore. Alles ist ununterscheidbar gleich geworden. Zum Ornament verkommen. Und momentan ist es so schlimm wie nie zuvor. Ein Schlachtruf wie "Hass, Hass und dreimal Hass auf alles und jeden!" (Fritz Ostermayer über Slayer) sind regelrechter Balsam für die malträtierten Steigbügel, Hämmer und Ambosse. Dass paradoxerweise auch Metal schuld ist, dass mehr Metal konsumiert wird als je zuvor, liegt an den wahnwitzigen Wucherungen und der Innovationsfreude, die diesem Genre innewohnen.

Man kann pauschalisierend sagen, dass alles anfing, als Anfang der Siebzigerjahre zwei stampfende Monster aus ihren Höhlen gekrochen kamen - Deep Purple und Black Sabbath. Musik und Botschaften, um die quälenden


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