Ein echter Spoerri

Neues Lokal. Im April machte am Naschmarkt eine Kombination aus Bar und Galerie auf. Zumindest auf einem Sektor hat man jedoch Schwächen.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 47/00 vom 22.11.2000

Die Lage ist ideal: zwischen Piccini und Wein & Co, mit direktem Blick in die wesentliche Würstel-Passage des Naschmarktes, große Panoramafenster ermöglichen es, von Passanten gesehen zu werden. Und das ist am Naschmarkt dieser Tage ja schließlich nicht ganz ohne Belang. Alfons Walsch, ehemaliger Direktor eines großen Hotels in Wien, machte da genau am richtigen Platzerl eine Bar auf, die für ein spezielles Publikum, das vor allem samstags am Naschmarkt nicht gerade selten anzutreffen ist, sicher nicht unattraktiv scheinen dürfte: schickes, schlichtes Design, regelmäßige Einzelausstellungen im Untergeschoß und ein Sammelsurium diverser, natürlich auch namhafter Künstler auf den Balkons und im Barbereich. Und natürlich Prosecco, Treibstoff der Vernissagen-Junkies, prickelnde Notwendigkeit für Szene-Addicts.

Jetzt nennt sich die Galerie Walsch im Untertitel aber "Bar & Kunst", was irgendwie nahe legt, dass man hier außer dem Vernissagenwasser auch was anderes zu trinken bekommt.

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