Zwei Fronten

Ausländerpolitik. Der Wiener Integrationsfonds steuert auf einen schweren Konflikt zu: Die Migrantenvertreter haben jetzt das Kuratorium unter Protest verlassen. Und einige Fonds-Mitarbeiter bereiten Mobbing-Klagen gegen die Geschäftsführung vor.

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 48/00 vom 29.11.2000

Massenweise Papier. Hunderte Agenturmeldungen. Ein dicker Wälzer, der sich nur mit einem Thema beschäftigt: dem Wiener Integrationsfonds (WIF) und seinen diversen politischen Krisen. Der neueste Konflikt: Im Fonds-Kuratorium streiten Migrantenvertreter mit Politikern. Unter den WIF-Mitarbeitern gärt es. Und das ausgerechnet jetzt, da der FP-Ausländerwahlkampf immer näher rückt.

Konfliktschauplatz Nummer eins: das Fonds-Kuratorium. Der aktuelle politische Streit verschärft das Klima zwischen Politik und Migrantenvertretern: Denn die drei von den Delegierten der Integrationskonferenz vor einem halben Jahr ins Fonds-Kuratorium gewählten NGO-Vertreter Türkan Akkaya, Hikmet Kayahan und Sevil Fertinger haben vor wenigen Tagen das Kuratorium unter Protest verlassen. Ihr Auftrag war, vier weitere Migrantenvertreter innerhalb eines halben Jahres in das Kuratorium nachzuholen. Jetzt stimmte die Mehrheit des Kuratoriums (Vertreter von Caritas, Polizei, Wirtschafts- und Arbeiterkammer, Stadtschulrat,


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