"Ich kann so nicht weiter"

Computerkultur. Sherry Turkle, die international führende Psychologin des Internets, über Computerunterricht, die Zusammenhänge von Politik und neuen Medien und den alltäglichen Umgang mit neuen Kommunikationstechnologien.

Medien | Klaus Taschwer | aus FALTER 48/00 vom 29.11.2000

Geht es um die Auswirkungen der virtuellen Realitäten des Cyberspace, dann kann Sherry Turkle kaum mehr etwas verwundern. Seit mehr als zwanzig Jahren beschäftigt sich die Wissenschaftssoziologin am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit den Verhältnissen von Menschen und Computern, hat Tausende User befragt und umfassender als jeder andere Sozialwissenschaftler die Auswirkungen der neuen Medien auf die individuelle Psyche und die Gesellschaft im Ganzen untersucht. Als sie im vergangenen Sommer in Italien am Strand urlaubte, wurde sie aber doch einigermaßen überrascht - von ihrer siebenjährigen Tochter, wie Turkle im Falter-Interview in Wien erzählt: "Meine Tochter zeigte ins kristallklare Wasser und meinte: ,Mummy, schau dir die Qualle an. Sie ist so realistisch.'"

Ihrem aktuellen Buch "Leben im Netz" (dt. 1998) hatte Turkle passenderweise ein Zitat des Dichters Walt Whitman vorangestellt: "Es war einmal ein Kind, das jeden Tag größer wurde, und in den


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