Presseschau

Medien | Eva Weissenberger | aus FALTER 48/00 vom 29.11.2000

Heinz Prüller weint. "Hoffentlich hat Laudas Niere den negativen Stress gut überstanden!" In der Kronen Zeitung fragt er Niki bang: "Wie fühlst du dich als Märtyrer? Intrigenopfer? Missverstandener Pionier?" Antwort: "Nix davon. Selber schuld." Hätte sich Prüller denken können, schließlich war "Lauda sich selbst immer der härteste Kritiker". Ist Lauda dann vielleicht "zu gut, zu prominent"? Das lässt der "weltweit bekannteste Österreicher" (News) schon eher gelten. Marlene Lauda kann Prüllers Schmerzen sicher besser nachfühlen. Kurzes Telefon-Theater: "Lauda: ,Ich bin zurückgetreten.' Darauf Marlene: ,Was haben die in Österreich mit dir gemacht?'" Nicht nur Prüller darf in der Krone agitieren, auch eine 21-Jährige, die bei einer Flughafenumfrage eingefangen wurde: "Ich glaube, die Österreicher sagen jetzt erst recht: ,Wir halten weiter zu Niki Lauda!'" Dieses Motto hat der Krone ja immer schon gefallen. Dafür ist täglich Alles im Internet längst nicht mehr das, was es auf Papier einmal war. "Lauda haut das Kapperl drauf", lautet die fade tA-online-Schlagzeile. Wo bleibt: "Niki Lauda! Sie haben einfach Do&Co-Schnitzel aus ihm gemacht!"?


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