Fernsehen

Medien | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 48/00 vom 29.11.2000

Niels Ruf ist großartig. Der Mann sieht nicht nur gut aus, er hat beim Kölner Popsender Viva auch seine eigene Show namens "Kamikaze" (Do-Sa 22 Uhr, Viva2; Fr-So 0 Uhr, Viva). Und das, obwohl er nuschelt, einen brachialen Humor an den Tag legt und auch sonst Dinge tut, die man sogar von einem Latenite-Moderator eher nicht erwarten würde. Fürs Nuscheln kommt eine Sprechlehrerin, für den Humor werden Gäste splattermäßig erschossen, und für die Tabubrüche gibts die "Studiokatze": eine schöne Frau mit Katzenaugen, die der Moderator von Zeit zu Zeit streichelt, worauf ein Katzenschnurren zu hören ist. (Um seine "Zungenfertigkeit" unter Beweis zu stellen, steckt Ruf der Assistentin auch schon mal seinen Schlecker in den Mund.) Irgendwie hat das "Kamikaze"-Studio was von einer Gummizelle. Und das passt. Zurzeit regen sich ein paar deutsche Medien darüber auf, dass Ruf unlängst mit einem Bockwürstchen moderierte, das ihm aus der Hose hing. Trashiger als Stefan Raab, jünger als Harald Schmidt und fast so gut wie MTV-Komiker Tom Green. Nur blöd, dass die Spätnachtshow ständig von Werbung und Videoclips unterbrochen wird. Aber wir sind ja bei Viva.


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