Kommentar. Extrawürschteln für alle oder keinen


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 48/00 vom 29.11.2000

"Der Künstler managt sein Werk, seine Ausstellungen und vieles andere mehr", meint Boris Groys, der neu gewählte Rektor der Akademie der bildenden Künste, im Falter-Interview (siehe Seite 22f.) Und auch unter den neu berufenen Professorinnen und Professoren scheint man sich einig zu sein, dass "das Interesse an außerkünstlerischen Wissensmilieus" (Heimo Zobernig) gefördert werden soll.

Das Berufsbild des Künstlers erfährt offenbar eine Realitätsinjektion, und der Umstand, dass gerade schlappe zwei Prozent der Akademie-Abgänger sich eine Existenz als Künstler und Künstlerinnen aufzubauen vermögen, wird nicht mit einem trotzigen "Umso schlimmer für die Tatsachen" beantwortet, sondern als Ansporn begriffen, über den Tellerrand zu blicken.

Dass Künstler mitunter Schwierigkeiten haben, den an sie herangetragenen Ansprüchen gerecht zu werden, bewies dieser Tage die Verurteilung des ehemaligen Angewandte-Rektors Oswald Oberhuber. Oberhuber wurde für schuldig befunden, Stiftungsgelder

Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige