Scherz mit Keks

Film. "Small Time Crooks" von Woody Allen ist eine Mischung aus Kriminal- und Gesellschaftskomödie, die beinahe zu gut funktioniert.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 48/00 vom 29.11.2000

Erinnern Sie sich noch an den Unglücksraben Virgil Starkwell? Die Kriminalkarriere des jungen Mannes mit den unvorteilhaften Hornbrillen scheiterte seinerzeit an seiner schlecht leserlichen Handschrift: Der Schalterbeamte jener Bank, die Virgil überfallen wollte, las "This is a gum" statt "This is a gun" (in der deutschen Synchronfassung: "Das ist eine Waffel"), und die Sache war gelaufen. "Take the Money and Run" hieß der Film, mit dem 1969 die Kinokarriere eines jungen Komikers mit unvorteilhaften Hornbrillen begann.

31 Jahre und ebenso viele Filme später spielt Woody Allen nun einen Kriminellen namens Ray Winkler, der ein Wiedergänger von Virgil Starkwell sein könnte: Auch Ray hat einen missglückten Banküberfall samt anschließendem Aufenthalt im Gefängnis hinter sich. Stolz erzählt er, dass man ihn dort "The Brain" genannt hat - auch wenn seine alten Knastbrüder beteuern, das sei ironisch gemeint gewesen. Ray ist mit der früheren Oben-ohne-Tänzerin Frenchy (Tracey Ullman)


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