Streifenweise

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 48/00 vom 29.11.2000

Was ist passiert? Wer dieser Tage den Vorführraum der Medienwerkstatt betritt, findet sich unversehens in der Rolle eines Kriminalisten wieder. Gerda Lampalzer und Manfred Oppermann zeigen "Doppeltes Spiel", eine Installation über Suspense "als gedankliches Konstrukt", so die zwei Medienkünstler, "das die Rätsel, die es löst, selbst in Gang gesetzt hat".

Ist überhaupt was passiert? Es gibt nur Indizien. Drei von unten beleuchteten Vitrinen stehen drei Fernsehmonitore gegenüber. Die einen zeigen Fotoserien, die anderen Endlosschleifen in Schwarz-Weiß: kriminalistische Artefakte, modellhaft präsentiert. Beispielsweise in Form eines kleinen Bilderkrimis (Fotografie eines gestrandeten Bootes / Bildnis einer Unbekannten / Collage rund um eine Ansichtskarte aus Venedig) oder als Reihe von Aufnahmen verschiedener, in Herrentaschentücher eingeschlagener Innereien (wie Leber, Herz, Nieren). Ein Mordfall a la Donna Leon? Oder ein Fall von Organhandel? Vis-a-vis, wie auf Infrarotfilm aufgenommen,


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