Geburt im Kohlenkeller

Literatur. Seit sieben Jahren bietet Alfred Goubran mit seinem Kleinverlag edition selene jungen Autoren eine Publikationsbasis: Ein Porträt des Verlegers als lustvoller Bücherstreiter.

Kultur | Wolfgang Paterno | aus FALTER 48/00 vom 29.11.2000

Das Reich des Alfred Goubran betritt man nicht einfach durch eine simple Eingangstür. Man parliert, einmal eingetreten, auch nicht einfach über Literatur und deren markttechnische Verbreitung, um anschließend das Goubran-Geviert durch die Hintertür wieder zu verlassen. Mit Alfred Goubran, dem Verleger der edition selene, verhält es sich anders: Der Stammsitz des Verlages befindet sich im zweiten Bezirk in der Körnergasse, einem Gebiet, das vornehmlich von Einbahnstraßen, Sackgassen und unzähligen Ampelanlagen dominiert wird. Ist man also einmal auf verschlungenen Wegen bis zum Verlagssitz vorgedrungen, wo ein paar Computer am Laufen sind und hin und wieder ein Telefon läutet, wird es noch komplizierter.

Einfach kommen, sich von Goubran ein paar Wortspenden aufs Band sprechen lassen und dann einfach - "Wiederschaun" - wieder gehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die edition selene ist ein wild wucherndes Literaturfeld, alles andere als monokulturell bepflanzt. Bestellt und durcheinander


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