Bitte nicht trocken

Saisongebäck In Bäckereien und Geschäften gibt es jetzt wieder Lebkuchen. Der "Falter" naschte test.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 48/00 vom 29.11.2000

Das schmeckt wie früher", preist die Verkäuferin in der kleinen Bäckerei Wehhofer in der Esterhazygasse ihre hausgemachten Lebkuchen an. "Mit Powidl und Apfelmus, das macht sie so schön schwer und feucht." Die Konkurrenz würde oft Backmischungen verwenden, und die Lebkuchen seien dann ganz leicht und trocken: "Ich warne Sie!"

Lebkuchen heißen Lebkuchen, weil der Name vom lateinischen Wort"libum" (Fladen, Kuchen, Opferkuchen) abstammt. Als Namensgeber kämen aber auch "leb" (Laib, hergeleitet von der meist runden, in der Mitte etwas bauchigen Form des Lebkuchens) oder "Lebenskuchen" wegen seiner angeblich heilsamen Wirkung infrage. Tatsache ist, dass die meisten Menschen die würzigen, meist verzierten Küchlein aus Roggenteig einfach für ihr Leben gern verzehren. Besonders zur Weihnachtszeit. Viele Wiener Bäcker, aber auch die Industrie produziert Lebkuchen, die alle anders aussehen und schmecken. Was daran liegt, dass meist nach alten (und geheimen!) Familienrezepten gebacken wird.


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