Bildung übers Internet

Der Wiener Bildungsserver wurde auf Initiative des Wiener Magistrates zusammen mit dem Stadtschulrat eingerichtet. Bis jetzt sind 400 Pflichtschulen mit rund 1000 PCs ausgestattet und über ein breitbandiges Datennetz miteinander verbunden.

aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

"Der Bildungsserver ist als Informationsplattform zu verstehen", erklärt Franz Burda, pädagogischer Referent im Stadtschulrat und Geschäftsführer des Vereins ICE, der den Bildungsserver betreibt. "Das Ganze ruht auf drei pädagogischen Säulen: dem Eltern-, dem Lehrer- und dem Kidsweb. Alle drei Bereiche bieten umfassende Serviceleistungen und Informationen für die jeweiligen Gruppen."

380.000 Zugriffe verzeichnet das Lehrerweb pro Monat, mit einem Download-Volumen von 70 Gigabyte. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei nur um Textdokumente und Kleinprogramme handelt. Eltern informieren sich auf ihrem Server am liebsten zwischen fünf und sechs in der Früh oder um die Mittagszeit. Pro Tag gibt es 150 Zugriffe. Das ist wenig, verglichen mit der Zugriffsraten im Kidsweb. Es existiert erst seit einem Jahr und bringt es auf 400.000 Zugriffe pro Monat. "Das Schönste an der ganzen Sache", freut sich Franz Burda, "der Bildungsserver bekommt eine Auszeichnung. Beim global junior challenge in Rom sind wir einer von zehn Preisträgern, die international Anerkennung finden."

Der Erfolg ist für ihn die Bestätigung, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. "Es sind noch mehr Serviceleistungen für alle drei Webs geplant. Elternvereine sollen die Möglichkeit haben, ihre Homepages am Bildungsserver zu präsentieren. Wir überlegen die Einrichtung eines Kidswebclubs. Jedes Kind soll mit Beginn des Schuleintritts oder ab einem für sinnvoll erachteten Zeitpunkt eine eigene E-Mail-Adresse haben und sie das ganze Schulleben lang behalten." Kombiniert mit Internet-Cafes sind dem Schuleschwänzen damit völlig neue Dimensionen eröffnet.

Den Wiener Bildungsserver findet man unter www.schulen.wien.at


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