Willy Kralik kommt oft. Und der Herr Tex

Dreitausend Würstelstände gibt es angeblich in Wien. Für manch einen sind sie die letzte Rettung nach einer langen Nacht. Oder am frühen Morgen, wenn der Kühlschrank leer und der Magen noch leerer ist. Oder auch zwischendurch - auf alle Fälle: Rettung. Eine Kalorienbeschau von Frankfurtern, Debrezinern und Käsekrainern und ein Gespräch mit Slobodanka Peric, die sie schon 20 Jahre lang verkauft.

aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

FALTER EXTRA: Frau Peric, wie lange arbeiten Sie schon hier?

Slobodanka Peric: Seit acht Jahren. Ich führe den Würstelstand mit meinen Kindern und einer Angestellten. Vorher war ich bei einer Firma, da hab ich das auch gemacht - insgesamt also schon 20 Jahre.

Ihre Kinder arbeiten auch hier?

Slobodanka Peric: Ja, nach der Schule zwei, drei Stunden, damit ich mich zu Hause ausrasten kann. Der Große ist 19 und zur Zeit beim Bundesheer. Da kann er weniger helfen. Der Kleine wird 16. Der braucht einen neuen Computer und da muss er was tun dafür.

Sie arbeiten sieben Tage die Woche?

Slobodanka Peric: An Weihnachten hab ich zwei Tage frei, am Heiligen Abend. Zwei Angestellte kann ich mir nicht leisten. Zum Glück war ich noch nicht krank. Die nächsten fünf Jahre sind noch hart. Dann möchte ich schauen, dass ich was anderes mache. Bis zur Pension bleibe ich da sicher nicht, nur bis der Große mit dem Studium fertig ist. Ich hoffe, er wird in fünf Jahren fertig. Und dann geht's leichter. Entweder


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