Erklär mir Niessl

Seinesgleichen geschieht. Nach der Burgenland-Wahl: Signale für Rot-Grün oder bloß für mehr Polit-Clownerie?

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Im Burgenland hat die SPÖ erstmals seit langem bei Wahlen nicht verloren, sondern zwei Prozent gewonnen, die Grünen haben die 5-Prozent-Hürde übersprungen und sind erstmals im Landtag. Erstaunt blicken die Verlierer ÖVP und FPÖ aus der Wäsche: Jetzt müssen sie sich von denselben Kommentatoren, die eben noch verkündet hatten, die SPÖ werde ihren vorletzten Landeshauptmann verlieren, erklären lassen, dass man eben nicht ungestraft Wahlen vom Zaun bricht. Die ÖVP, die sich in Umfragen am Kanzlerbonus mästet und in der Steiermark den Maria-Theresien-Bonus für die Landesmutter Klasnic abkassiert hat, steckt nun den Malus für die Attacke auf den Landesvater Stix ein. Die Autoritätsgläubikeit der Österreicher wächst mit der Rückständigkeit des Gebiets, in dem sie leben. Das Burgenland ist Ziel-1-Gebiet und Empfänger feudaler Wohltaten aus Eisenstadt und Brüssel.Gegen Wohltäter revoltiert man nicht.

Was zählt dagegen der Finanzskandal der Bank Burgenland? ÖVP und FPÖ griffen


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