Doppelmoral

Schwangerschaftsabbruch. In einer Scheindiskussion wird mit falschen Argumenten ein klares politisches Ziel verfolgt: die Bevormundung der Frauen.

Christian Fiala | Vorwort | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Dass der Schwangerschaftsabbruch wieder in die öffentliche Diskussion rücken würde, war ebenso zu erwarten, wie dass es dabei in erster Linie um Restriktionen gehen würde. Diese haben sich in der Vergangenheit zwar als untauglich erwiesen, die Zahl an Abbrüchen zu senken. Aber das scheint niemanden zu stören. Hauptsache, man kann eine Begründung konstruieren, um Frauen wieder vorzuschreiben, was sie tun sollen.

Die lancierte Diskussion - Gesundheitsminister Herbert Haupt (FPÖ) will die Frist für Abtreibungen wegen Behinderungen verkürzen und eine Einbeziehung des Partners in die Entscheidung über einen Abbruch - vermittelt den vollkommen falschen Eindruck, eine Frau könne in Österreich eine weit fortgeschrittene Schwangerschaft jederzeit wegen einer kleinen Fehlbildung abbrechen. Die Realität sieht anders aus. Ist eine Schwangerschaft älter als drei Monate, benötigt eine Frau eine Indikation für einen Abbruch. Diese Begründung muss von einem Arzt geschrieben und erklärt

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