"Das Bärental ist kein Thema"

NS-Aufarbeitung. Ernst Sucharipa, Gesprächspartner für die Entschädigung von "arisiertem" Vermögen und Leiter der Diplomatischen Akademie, über die Schwierigkeiten bei den Verhandlungen, Jörg Haiders Bärental und warum Ed Fagan gar nicht so wichtig ist.

Eva Weissenberger undNina Weissensteiner | Politik | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Für Ernst Sucharipa war die Verhandlungsrunde vergangene Woche in Wien ein Auf und Ab: Zuerst lobte US-Unterhändler Stuart Eizenstat Österreichs Zusage von 2,34 Milliarden Schilling für NS-Opfer, denen Mietwohnungen und gemietete Geschäftslokale, Hausrat und persönliche Wertgegenstände geraubt wurden. Dann platzte US-Anwalt Fagan mit seiner Drohung in die Gespräche, nun die Zwangsarbeiter-Lösung für ungültig zu erklären, sollten die Arisierungsverhandlungen weiterhin nicht seinen Vorstellungen entsprechen. Trotz dieses Zwischenspiels wurde die Zwangsarbeiter-Frage am Freitag paktiert. US-Vize-Finanzminister Eizenstat erteilte Fagan zwar noch in Wien eine Rüge, mahnte aber auch bei Sucharipa ein rasches Offert für die restlichen Restitutionsfragen (liquidierte Unternehmen, Versicherungsansprüche und die Abgeltung der "Reichsfluchtsteuer") ein. Die Zeit drängt, weil in Amerika die Ablösung der Clinton-Administration ins Haus steht. Die Opfervertreter indessen erwarten sich

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