Am 32. Dezember ist es zu spät

Subventionen. Die ehemalige Sozialministerin Elisabeth Sickl hat ihr Versprechen vom Frühling nicht gehalten: Das Frauenbudget war heuer niedriger als im Vorjahr, und einige Fraueninitiativen warten noch immer auf ihr Geld.

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Elisabeth Sickl war eine freundliche Ministerin. "Es freut mich, Ihnen mitteilen zu können, dass für Ihr Projekt an.schläge eine Subvention von 300.000 Schilling bereitgestellt ist", schrieb sie Ende August an den Verein "Checkart". Die Sozialministerin, bei der seit April die Frauen ressortierten, verblieb mit "besten Wünschen für Ihre von mir sehr geschätzte Arbeit". Derart umschmeichelt, reichte der Wiener Verein alle notwendigen Unterlagen über die feministische Monatszeitschrift an.schläge umgehend ein. Überwiesen wurde das Geld bis heute nicht.

Der Innsbrucker "Frauennotruf", der sich um Vergewaltigungsopfer kümmert, wartet zwar nur auf 50.000 Schilling aus dem Sozialministerium. Das Geld wäre aber besonders dringend notwendig, weil der Hauptsponsor, die Stadt, die Subventionen heuer um 81 Prozent gekürzt hat. Immerhin: "Wir haben ein ausgezeichnetes Gespächsklima mit den Beamten im Ministerium. Das ist wirklich kein Problem", sagt Silvia Schuhmann vom Frauennotruf.

Tania


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