Patschert angebaggert

Hainburger Au. Während Umweltschützer gegen den geplanten Schifffahrtskanal Sturm laufen, werden mitten im Nationalpark bereits eifrig erste Schotterdeponien errichtet: ohne naturschutzrechtliche Bewilligung.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Auf der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha reagierte man sofort auf den Hinweis eines Umweltschützers: Vergangene Woche brachten die Beamten Baggerarbeiten entlang der Donau in der Hainburger Au zur Anzeige. Die Beschuldigten: die für den geplanten Schifffahrtskanal zuständige Behörde des Infrastrukturministeriums, die Wasserstraßendirektion. Der Grund: Ohne naturschutzrechtliche Bewilligung lässt die Behörde Schotterdeponien errichten. Sind das bereits die ersten Vorarbeiten für den Donauausbau?

Wie der Falter (47/00) berichtete, plant das Infrastrukturministerium für 2001 - sechzehn Jahre, nachdem die Besetzer der Hainburger Au das Kraftwerk verhindert haben - ein neues Großprojekt in den mittlerweile als Nationalpark geschützten Donauauen. "Um den Schiffsverkehr weiterhin zu gewährleisten" soll dort ein riesiger Schifffahrtskanal errichtet werden, in dem der Strom mit Längs- und Querdämmen "eingeengt" wird. Umweltschützer - allen voran der World Wide Fund for Nature


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