Kommentar: KHM: Das Gold des Wilfried Seipel


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Welche Eigenschaften muss ein erfolgreicher Museumsdirektor haben? Muss man über exzellente Kontakte zum Guggenheim-Museum in New York und zum Zweiten Nationalratspräsidenten Thomas Prinzhorn verfügen wie die neu ernannte Rupertinum-Chefin Agnes Husslein? Muss man, wie der neue Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder, in einer Privatinstitution wie dem Kunstforum Bank Austria seine Managerqualitäten unter Beweis gestellt haben?

Nicht unbedingt: Der erfolgreichste Museumsmann Österreichs heißt Wilfried Seipel und ist aus ganz anderem Holz geschnitzt. Er wurde 1991vom damaligen Minister Erhard Busek zum Direktor des Kunsthistorischen Museums in Wien bestellt. Auch die gegenwärtige Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer ist von den Leistungen dieses Mannes überzeugt: Sie ernannte den ehemaligen wissenschaftlichen Assistenten für Orientalistik im Jänner dieses Jahres zum Professor.

Wie aber konnte aus dem vormaligen Leiter eines kleinen Linzer Museums der Generaldirektor eines weitverzweigten

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige