Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Verkannte Genies müssen sich nach ...

Ich möchte jetzt wirklich einmal Tacheles reden: (...) Es kann sein, dass ich ein verkanntes Genie bin, oder vielleicht verkenne ich auch meine Begabung, oder vielleicht ist die Zeit nicht reif für mich - es gibt viele Möglichkeiten.

Andrea Wolfmayr, Schriftstellerin und Kultursprecherin der ÖVP, zeigt in ihrer Parlamentsrede ein Problem auf - nicht ohne es zu lösen: ... etwas anderem umsehen, was ...

Wenn ich von etwas nicht leben kann, muss ich mich eben nach etwas anderem umsehen. (...) Und was sich manche Künstler und Künstlerinnen wünschen oder erwarten, nämlich ein Ausgehaltenwerden, ein Erhaltenwerden vom Vater Staat ohne Eingriffs- und Einflussmöglichkeiten, das ist wirklich reines Wunschdenken.

Noch einmal Wolfmayr, die persönlich die Konsequenzen längst gezogen hat: ... ja kein Problem sein kann Gestern wurde im Parlament das neue Buch der steirischen Erfolgsautorin und ÖVP-Kultursprecherin Dr. Andrea Wolfmayr "Die Grenzgängerin" präsentiert. (...) "Mit der ,Grenzgängerin' präsentiert Andrea Wolfmayr ein Stück ihrer Heimat und repräsentiert damit einmal mehr das steirische Vermögen in der Literatur, die internationale Bedeutung erlangt hat", sagte der Dritte Präsident des Nationalrats, Dr. Werner Fasslabend, in seiner Begrüßungsrede.

Wie der ÖVP-Parlamentskorrespondenz zu entnehmen ist, hat sich Wolfmayr rechtzeitig umgesehen.

Einfälle eines Ästheten Vielleicht fiele dazu einem Ästheten noch ein, das Format dieser frauendominierten Prügeloperette mit dem eines Projektils zu vergleichen: hyperschnell, glänzend, glatt, aggressiv, spitz - und trifft dennoch nicht immer ins Schwarze.

Rudolf John über "Charlie's Angels".


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