Shakespeare verpflichtet

Literatur. Der britische Journalist und Schriftsteller Nicholas Shakespeare hat eine monumentale Biografie über Bruce Chatwin verfasst. Ein Gespräch über Shakespeares persönliche Begegnungen mit dem früh verstorbenen Kultautor über biografische Wahrhaftigkeit und über einen ziemlich chatwinesken Moment.

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Die englische Sprache verdankt ihm das Attribut chatwinesk. Und der Literatur hat er fünf Bücher geschenkt, die zum besten zählen, was britische Schriftsteller in den vergangenen 25 Jahren hervorgebracht haben. Obwohl Bruce Chatwin nicht einmal 49 Jahre alt wurde und nur gut zehn Jahre davon zum Schreiben hatte, hat er der literarischen Nachwelt ein reiches Erbe hinterlassen: Seine in 27 Sprachen übersetzten Werke sind heute internationale Weltbestseller.

Dass Bruce Chatwin zum Kultautor und mit seinen literarischen Reisebüchern "In Patagonia" (1977) und "Songlines" (1989, dt. "Traumpfade") Tausenden von jungen Rucksacktouristen zum Wegbegleiter in den Süden Südamerikas oder nach Australien werden sollte, hat er freilich selbst nicht mehr erlebt. "Man vergisst leicht, dass er bis zu seinem Tod 1989 ziemlich unbekannt war", meint Nicholas Shakespeare und erinnert sich an einen Anruf bei Chatwins Verlag, kurz nachdem "Traumpfade" herausgekommen war: "Ich sprach mit jemanden in der Presseabteilung,


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