Schwäne schmelzen Steine

Musik. Die einstigen "Mäuse" Tex Rubinowitz und Gerhard Potuznik heißen jetzt "Schwäne" und geben ein in jeder Hinsicht einmaliges Comeback-Konzert.

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Wo soll ich nur ein ausgestopftes Reh herkriegen?" Tex Rubinowitz hat ein Problem. Für einen sehr speziellen Auftritt schließt er sich noch einmal mit seinem Kompagnon Gerhard Potuznik zusammen; diese Show aber will gut vorbereitet sein: Zur besten Uhrzeit für ein Rockkonzert, nämlich um 10 Uhr morgens, soll am Sonntag eine aufwendige Performance in drei Teilen über die Bühne des RadioKulturhauses gehen, die auf dem Gegensatz zwischen Glanz und Dreck, Unschuld und Schmerz beruht. Mit von der Partie sind Hell's Angels, Schmieröl, Fahnen und ein Chor aus 15 unschuldigen Kindern in weißen Kleidern.

Musik muss für Tex Rubinowitz intensiv und dramatisch sein - im besten Fall soll sie weh tun. Konsens-Gedudel ist ihm ein Graus; wo auch immer schmoove Lounge-Sounds erklingen, wird man ihn genau nicht finden. "Das Normale ist vergnüglich, macht Spaß und gute Laune", erklärt Rubinowitz das Feindbild. "Aber man muss sich aufblasen und den anderen Weg gehen. Und das Andere ist pathetisch:


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