Stadt statt Wickerl

Neues Lokal. Einer der Alsergrunder Paradebeisl-Wirten zog in eine ehemalige Landstraßer Luxushütte.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Über die Location und die einzelnen Protagonisten gäbe es Bände zu erzählen. Aus Platzgründen hier das Szenario im Telegrammstil: Gottfried Fickl, Architekt und Feinschmecker, gründet in den Achtzigern in der Unteren Viaduktgasse ein Gourmetrestaurant namens "Gottfried", dessen Küchenchef heißt Josef Fadinger und schaffts immerhin bis zu drei Gault-Millau-Hauben. Fickl verkauft, Fadinger geht, gründet sein eigenes Lokal, es kommen Herbert Annerl und der grenzgeniale Koch Meinrad Neunkirchner, die schon im dereinst legendären "Fuchsenloch" gemeinsam tätig waren. Trotz Umbau des eher schwülstigen Restaurants will sich der durchschlagende Erfolg jedoch nicht einstellen, voriges Jahr verließ Neunkirchner die Stadt in Richtung Stockerau, Annerl setzte sich zur Ruhe. Währenddessen in der Porzellangasse: Das eher auf der derben Seite beheimatete Beisl "Zum Wickerl" mausert sich aufgrund der erfreulichen Interpretationen österreichischer Hausmannskost zum Fixpunkt auf der heimischen


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