Wiener Schnitzeljagd 2: Komische Berliner

Stadtleben | aus FALTER 49/00 vom 06.12.2000

Erster Bildungsweg: Der Bericht der Geheimpolizei überliefert die Szenerie eines Weihnachtsfestes "nach Berliner Sitte": "Es waren dort Staatskanzler Hardenberg, die Staats-Räthe Jordan und Hoffmann (...), Fürst Radziwill, Herr Bartholdi, alle getauften und beschnittenen Anverwandten des Hauses. Alle gebetenen, eingeladenen Personen (...) erhielten Geschenke oder Souvenirs vom Christbaum. Es wurden nach berliner Sitte komische Lieder gesungen; Frau von Münch sang Lieder vom Kasperle. Es wurde durch alle Zimmer ein Umgang gehalten mit den zugetheilten vom Weihnachtsbaum angenommenen Gegenständen." Dieser Weihnachtsbaum ist wohl der erste in Wien, jedenfalls der erste, der überliefert ist. Die jüdische Gastgeberin des christlichen Festes residierte in einem Innenstadtpalais, von dem Graf de la Garde sagte, es sei "eines der unvergleichlichsten Resultate, welche der Reichtum erlangt, wenn er vom Geschmack unterstützt wird". Nach den Mietern des Hauses (der Kauf des Hauses war ihnen

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