Wachstum bringt Arbeit

Wirtschaft. Der inflexibleArbeitsmarkt verschulde Arbeitslosigkeit das Dogma des Neoliberalismus wird von der Realität widerlegt.

Vorwort | Markus Marterbauer | aus FALTER 50/00 vom 13.12.2000

In der EU wird gefeiert, und das zu Recht. Endlich verbessert sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung steigt im heurigen Jahr im EU-Durchschnitt um 1,6 Prozent (plus 2,3 Millionen Beschäftigte), die Arbeitslosenquote sinkt um 0,8 Prozentpunkte auf durchschnittlich 8,5 Prozent. Gleichzeitig ist kräftiges Wirtschaftswachstum zu beobachten: Nachfrage und Produktion expandieren um 3,5 Prozent, so stark wie seit 1990 nicht mehr. Aber kann es denn zwischen diesen beiden Beobachtungen einen Zusammenhang geben? Schließlich wurde unter dem Schlagwort "jobless growth" jahrelang behauptet, dass Wachstum keine Beschäftigung schaffe. Und "die Experten" predigen immer noch, dass primär die inflexiblen Arbeitsmärkte Schuld an der hohen Arbeitslosigkeit in Europa seien.

Theorie und Empirie widersprechen einander auf skurille Art und Weise: Die Lehrbuch-Ökonomie sieht in Kündigungsschutz, hohen Löhnen und Arbeitslosengelder die Ursachen für Arbeitslosigkeit - sie spricht von Inflexibilität


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