Dolm der Woche: Hanno Pöschl jr.

Politik | aus FALTER 50/00 vom 13.12.2000

Auf eine "Bi-lanz des Scheiterns, des Zauderns und des Proporzes" blicke die Regierung zurück. Keine neuen Arbeitsplätze, Parteipolitik in der Kultur, Stagnation in der Ausländerpolitik, von mehr Effizienz und einer schlankeren Verwaltung keine Rede. So sprach Hanno Pöschl jr. vor eineinhalb Jahren. Damals war er Politiker des Liberalen Forums. Jetzt, nach dem Zusammenbruch des blassblauen Rathausklubs, wechselte Pöschl zur SPÖ, die - weil für ihre Liberalität nicht gerade berühmt - jahrelang so etwas wie der natürliche Feind der Blassblauen war. Früher einmal. "Ich habe in letzter Zeit viele positive Signale der SPÖ wahrgenommen", erkennt Pöschl eine urplötzliche Läuterung, außerdem: "Ich habe nicht alles hundertprozentig vertreten, was das LiF gefordert hat. Nur habe ich das nicht öffentlich gesagt." Diese Eigenschaft qualifiziert Pöschl bei der SPÖ wohl für eine ganz besondere Rolle: die des Hinterbänklers.


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