Forrest Lump

FPÖ. Seit Wochen steigt Karl Schnell von einem Fettnapf in den nächsten. Mutiert der Salzburger FPÖ-Chef zu einem zweiten Hilmar Kabas?

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 50/00 vom 13.12.2000

Im November erinnerten Karl Schnell die Ermittlungen der Spitzelaffären-Sonderkommission an die "Methoden der Gestapo". Anfang Dezember recycelte der Salzburger FPÖ-Chef die "Hump oder Dump"-Beschimpfung seines Wiener Kollegen Hilmar Kabas. "Lump war ein zu harmloser Ausdruck", erläuterte Schnell 300 Anhängern das Versagen des Staatsoberhauptes während der EU-Sanktionen, "bei uns im Pinzgau nennt man Lumpi einen Hund." Die Staatsanwaltschaft leitete gerade Vorerhebungen in der Causa Majestätsbeleidigung ein, da setzte Schnell noch eins drauf. "Es gibt Menschen", erklärte er seinen Verzicht auf eine Entschuldigung, "die haben andere als richtige Sau bezeichnet und sind sogar Kanzler geworden."

Für einen Politiker aus der Provinz hat es Karl Schnell in letzter Zeit verdächtig oft zu bundesweiten Schlagzeilen gebracht. Innerhalb der blauen Riege rechnete man ein solches Verhalten sonst einem anderen zu: Ähnlich dem tollpatschigen Wiener FPÖ-Chef Hilmar Kabas lässt Karl Schnell keinen


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