"Ich will was probieren"

Interview. Nicht ohne meinen Hader: In drei aktuellen österreichischen Filmen spielt Kabarettist Josef Hader entscheidende Rollen. Ein Gespräch über sein "Privat"-Leben und den Unterschied zwischen Bühne und Film.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 50/00 vom 13.12.2000

Fast sieht es so aus, als könnte derzeit kein österreichischer Film gedreht werden, ohne dass Josef Hader darin eine Hauptrolle spielt. In Florian Flickers Kammerthriller "Der Überfall" (derzeit im Kino) gibt Hader einen Neurotiker, der von Roland Düringer in Geiselhaft genommen wird; in Leopold Lummerstorfers Spielfilmdebüt "Gelbe Kirschen" (nächstes Jahr im Kino) ist er ein Fremdenpolizist; in Wolfgang Murnbergers Wolf-Haas-Verfilmung "Komm, süßer Tod" (demnächst im Kino) spielt er den frustrierten Rettungsfahrer Brenner, der den mörderischen Praktiken seiner Kollegen auf der Spur ist.

Bekannt geworden ist der vor 38 Jahren in der oberösterreichischen Provinz geborene Hader nicht als Filmschauspieler, sondern als Kabarettist. Spätestens seit seinem fünften Solo "Bunter Abend" (1990) gilt er als radikalster und virtuosester Vertreter einer neuen Wiener Kabarett-Richtung, in der die konventionelle Form des Kleinkunstprogramms aufgelöst und die Rolle des alles besser wissenden


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