Blaue Pudel auf dem Lande

Film. Mit Wolfgang Murnbergers "Komm, süßer Tod" und Mirjam Ungers "Ternitz Tennessee" geht ein Kinojahr zu Ende, das auf dem Sektor des heimischen Spielfilms nur wenige erfreuliche Momente zu bieten hatte.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 50/00 vom 13.12.2000

Wien, vom Kahlenberg aus gesehen. Ein sonniger Tag. Plötzlich, aus dem Off, lautes Krachen, quietschendes Metall. Ein Auto segelt in hohem Bogen durchs Bild, über eine Wiese, hinunter Richtung Wien. Schlägt, wiederum im Off, hinter ein paar Bäumen auf. Irgendetwas stimmt dabei nicht ganz. Der Wagen fliegt mit überhöhter Geschwindigkeit. Die Perspektive ist komisch. Was für ein Anfang!

Wolfgang Murnbergers "Komm, süßer Tod" beginnt, ähnlich wie auch sein letzter fürs Kino gedrehter Spielfilm, mit einem Verkehrsunfall: damit, dass jemand vom rechten Weg abkommt, der Straße. In "Ich gelobe!" (1994) setzte das Unglück die Geschichte in Gang; hier ist es eine große, dem großen Kino abgeschaute Geste. Und eigentlich auch schon wieder das Ende des Films, denn fortan wartet man auf Momente, in denen intelligent - nämlich indirekt - erzählt wird, leider vergebens.

Es geht um Rettungsfahrer, die miteinander konkurrieren, Kreuzretter und Rettungsbündler. Der Wettbewerb ist hart. Beide


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