Streifenweise

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 50/00 vom 13.12.2000

Nicht immer, aber immer öfter muss eine Idee für einen ganzen Film reichen. Im aktuellen Fall geht sie ungefähr so. Junggeselle, von Beruf Krankenpfleger, muss, um seine Liebste, von Beruf Kindergärtnerin, heiraten zu können, beim gestrengen Herrn Papa um ihre Hand anhalten.

Um es gleich vorwegzunehmen: "Meet the Parents" (deutscher Titel: "Meine Braut, ihr Vater und ich") ist ein als romantische Komödie getarnter Katastrophenfilm. Das hat weniger mit der vergleichsweise unaufgeregten Inszenierung des als Regisseur der zwei "Austin Powers"-Abenteuer bekannt gewordenen Jay Roach zu tun, sondern mehr schon mit der Geschichte: Die wiederum erinnert deutlich an "Mickey Blue Eyes" (1998), nur wird diesmal nicht in die Mafia eingeheiratet, sondern in den amerikanischen Geheimdienst. Was letztlich ja fast aufs Gleiche rauskommt. Die Hauptrollen spielen Ben Stiller, Teri Polo, Blythe Danner und Robert De Niro, dem die Rolle des Brautvaters und pensionierten CIA-Psychologen wie auf den Leib geschrieben ist. Kein Wunder, er zeichnete auch als Koproduzent.

Wer von derlei eher bescheidenen Vergnügungen genug hat, dem sei "Tim Burton's Nightmare Before Christmas" (1994) empfohlen, ein fantastischer Animationsfilm, gegen dessen Pumpkin-King sich der Grinch ausnimmt wie ein Lercherlschas (OF am 15.12. im HTU Cinestudio). Oder natürlich ein Besuch der breit angelegten, "Laurel & Hardy" gewidmeten Retrospektive des Filmarchivs, bei der einmal mehr über 90 Arbeiten dieses sehr geschätzten Duos auf dem Programm stehen (bis 21.1. im Imperial).


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