Köter, Küsse, Kotze

Literatur. In seinem Debütroman "Der Weihnachtshund" erzählt Daniel Glattauer von faulen Kötern und kotzenden Liebhabern.

Kultur | Günter Kaindlstorfer | aus FALTER 50/00 vom 13.12.2000

Okay, puristische Parteigänger intellektueller Reflexionsprosa werden bei der Lektüre von Daniel Glattauers Buch "Der Weihnachtshund" kaum auf ihre Kosten kommen. Müssen sie auch nicht. Glattauer hat einen hübschen, kleinen Zerstreuungsroman geschrieben, ein amüsantes Vademecum für nebelverhangene Vorweihnachtstage, nicht mehr und nicht weniger.

Aufgebaut ist der Debütroman des Standard-Kolumnisten wie ein Adventkalender. Das erste Kapitel spielt am ersten Dezember, das Grande Finale - erraten - am vierundzwanzigsten. Die Liebesgeschichte, um die es in erster Linie geht, beginnt mit einer Anzeige im Internet: Max, Anfang dreißig, ist Hundekolumnist und Weihnachtshasser, konsequenterweise will er das angeblich schönste Fest des Jahres heuer auf den Malediven verbringen. Das einzige Problem dabei: Er hat kein Obdach für seinen krankhaft faulen Deutsch-Drahthaar Kurt. Um diesem Übelstand abzuhelfen, gibt er besagtes Inserat auf: "Mein Hund feiert Weihnachten wie üblich daheim. Sein


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