Stadtmensch

Stadtleben | aus FALTER 50/00 vom 13.12.2000

Man darf Richard Weihs, 44, beschimpfen. "Nur fachgerecht muss es sein." Nicht dass sich Weihs, der seit über 20 Jahren als Sänger und Kabarettist arbeitet, von plumpen Verbalattacken und Untergriffen lustvoll abwatschen lassen will - er möchte sich die Schimpfkanonaden notieren und sie vielleicht in die zweite Auflage seines soeben erschienenen Buches "Wiener Wut" aufnehmen.Weihs hat über drei Dutzend Standardwerke geplündert - die solcherart Beklauten können ihn getrost "Murkser" oder "Morastpapp'n" schimpfen - und daraus ein schlankes Bändchen mit 2000 einschlägigen Ausdrücken fabriziert: Von A wie "Aufdrahra" bis Z wie "klaans Zwutschgerl". Weihs trägt zur Schimpfkultur selber auch neue Wortschöpfungen bei: Mit "oide Netzhaut" kanzelt er Internetsüchtige ab, eher sehr halblustig sind Schwule als "Auspuffreparierer" bedacht. Info: 587 49 48 (www.ududla.at). Wo. P.


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