Hero der Woche: Ute Bock

Politik | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Vor einem Jahr wurden in ihrem Jugendheim in der Zohmanngasse bei einer Razzia alle Türen eingetreten. Die Polizei verhaftete alle Afrikaner.Viele hatten mit Drogen gedealt. Für Ute Bock war das ein Schock. Beinahe wäre sie entlassen worden. Nun hat ihr die Stadtverwaltung verboten, Afrikaner aufzunehmen. Doch Ute Bock glaubte nicht daran, dass "Afrikaner von Natur aus" zur Kriminalität neigen. "Solange die Burschen während der Asylverfahren nicht arbeiten dürfen und nur herumsitzen, werden sie für Drogendealer anfällig", hat sie einmal gesagt. Sie gibt den Afrikanern Taschengeld für Deutschkurse und organisiert ihnen Wohnungen. Denn "Kriminalität ist ein soziales Problem". Vergangene Woche bekam Bock für ihr Engagement für Flüchtlinge den Preis des UNO-Flüchtlingshochkommissariats. Das Geld verwendet sie für ihre Schützlinge. Zur Ehrenfeier kam niemand von der Stadtverwaltung.


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