Fernsehen

Medien | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Das Gute an Prominenten ist ja, dass - bis auf wenige Ausnahmen - die Promischar sich laufend ändert. Seit einiger Zeit herrscht aber eine regelrechte Promiplage: Die aus dem Fernsehen bekannten Gesichter verschwinden nach ihren 15 minutes (oder hours) of fame nicht mehr von der Bildfläche. Man muss nicht mal gezielt zappen, um zu erfahren, welcher "Big Brother"-Teilnehmer mit wem Schluss gemacht hat und welche Heiner-Lauterbach-Ex wieder mit wem was anfängt. Im deutschen Fernsehen gibts schon zig Klatsch- und Tratschformate, so genannte Starmagazine, die nur darauf warten, dass Boris Babs die Kreditkarte sperrt oder dass Naddel Dieters Villa samt Porsche verlässt. Die, die übers Promisein hinaus nichts können, bekommen sogar eigene Shows. Im Piloten von "Zlatko und Jürgen in ...", einem, äh, "Reisemagazin" auf RTL, überzeugten die Ex-"BB"-Kandidaten mit very good English: "He is my boyfriend", sagte Jürgen da über Zladdi. Prima Outing. Willkommen in der realen Welt! Apropos Reality Soap: Dem ORF muss man hoch anrechnen, dass er uns - bislang - mit "TXO"-Kandidaten und deren Showkonzepten verschont. Danke.


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