Kommentar: Schauspielhaus: Schluss mit lustig

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Wie mans macht, ists falsch. Seit Wochen und Monaten wird Wiens Kulturstadtrat Peter Marboe - nicht zuletzt vom Falter - aufgefordert, sich endlich um die Zukunft des Schauspielhauses zu kümmern. Zuletzt wurde der Zauderer aus dem Kulturamt an dieser Stelle als "Mister Nachdenkpause" bezeichnet, was er sehr ungerecht gefunden hat. Nun ist die Nachdenkpause offensichtlich beendet - und jetzt ist erst recht Feuer am Dach.

Aus dem Büro des Stadtrats ist ein Papier aufgetaucht, in dem Marboe-Berater Boris Marte "Überlegungen zur Theaterzukunft in Wien" anstellt (siehe auch den Bericht auf Seite 85).Die darin formulierten Gedanken sind so kühn, dass einem der Atem stockt: Martes Plan sieht eine weitgehende Umstrukturierung vor, die nicht nur eine Übersiedlung der freien Szene in die Sofiensäle, sondern auch das Ende des Schauspielhauses in seiner derzeitigen Form zur Folge hätte. Anstelle eines zeitgenössischen Sprechtheaters solle dort künftig ein "interdisziplinäres, experimentelles

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