Willis, Held wider Willen

Film. Geniestreich oder Blödsinn? Nach dem Erfolg von "The Sixth Sense" scheidet M. Night Shyamalan mit "Unbreakable" wieder die Geister.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Unbreakable" ist ein schwieriger Film. Dabei könnte alles so einfach sein: Das ist halt der Nachfolger von "The Sixth Sense". Wie vor einem Jahr spielt Bruce Willis in der Regie von M. Night Shyamalan (diesmal in der "Die Hard 3"-erprobten Traumpaarung mit Samuel L. Jackson); wieder ist Philadelphia der Ort mysteriöser Begebenheiten in schwermütiger Stimmung. Und nicht zuletzt startet auch "Unbreakable" als Film, dessen Timbre und Thema sich gut in die eventförmige Massenbesinnlichkeit dieser Tage einfügen. Das gilthierzulande in besonderem Maß: "Sixth Sense" brachte geistreich Licht ins Dunkel eines Kinderherzens, indem seine "therapeutische" Erzählung von der bangen Frage "Ist da jemand?" zur Trauerarbeit führte; in "Unbreakable" ist ein Zugsunglück mit vielen Todesopfern Ausgangspunkt einer krisenhaften Sinnsuche, die ins Mystische zielt. Während allerdings im Staats- und Medien-Ereignis "Kaprun" das völkische Ganze zum Allerheiligsten eines Totenkults wurde, handelt Shyamalans


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