Du lieber Plan!

Theater. Das kulturpolitische Gerangel um die Zukunft der Wiener Theater wird zur Groteske: Im Rabenhof gibt es eine neue Leitung ohne Geld; für das Schauspielhaus gibt es ein neues Konzept ohne Leitung.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Zu Silvester und für die Wiener Theater gilt das ganz besonders. Entsprechend hoch hergehen wird es zum Jahreswechsel im Rabenhof, wo der neue Pächter Karl Welunschek das Theater mit einer "Galanacht der Amateure" (wieder) eröffnet, und im Schauspielhaus, wo der scheidende Hans Gratzer mit dem Programm "The Best of Dreigroschenoper" sein voraussichtlich letztes Silvester als Schauspielhaus-Direktor feiert.

Was das neue Jahr den beiden Theatern bringen wird, ist allerdings noch höchst ungewiss. Im Ringen um den von der Josefstadt aus Kostengründen stillgelegten Rabenhof hat sich Regisseur Karl Welunschek zwar nach monatelangen Verhandlungen doch noch durchgesetzt; weil die zwei Millionen, die er aus dem Bezirksbudget und von privaten Sponsoren bekommt, aber bei weitem nicht ausreichen, könnte die Eröffnungsparty zugleich die vorläufig letzte Vorstellung des neuen Rabenhofs gewesen sein.

"Wir sperren zu!", sagt Welunschek sarkastisch. "Ich


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