Neue Musik auf Kairos: Gewinn, Geschmack, Gerechtigkeit

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Es kann nur einen geben - und das ist manchmal ganz schön ungerecht. Zum Beispiel die Nummer eins der Falter-Charts 2000 (siehe S. 74), eine Einspielung von Bernhard Langs "Differenz/Wiederholung 2": Diese CD bietet in mustergültiger Interpretation (Klangforum Wien, Sylvain Cambreling) eines der spannendsten und modernsten Werke der letzten beiden Jahre - war aber beileibe nicht der einzige Kandidat für den ersten Platz. Dennoch ist es mehr als gerecht, dass der Spitzenreiter vom Neue-Musik-Label Kairos stammt; schließlich kommen auch die meisten seiner Konkurrenten aus demselben Haus, das in kaum mehr als einem Jahr bereits 15 CDs mit zeitgenössischer Musik veröffentlicht hat und dabei ein derzeit einmaliges Qualitätsniveau hält.

Etwa die CD mit Salvatore Sciarrinos "Lo spazio inverso" und anderen Kammerstücken, eingespielt vom Freiburger Ensemble Recherche: leise Musik, die in ihrer ruhigen Konzentration kaum an Dichte zu überbieten ist und in klangliche Tiefen vordringt, die

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