Weihnachtliche Minusgrade

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Kultur | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Die Karriere des Schweizer Theaterregisseurs Christoph Marthaler ist noch keine zehn Jahre alt - es wirkt also zunächst etwas voreilig, dass bereits jetzt eine umfangreiche Werkmonographie vorliegt. Aber Marthaler hat das deutschsprachige Theater im vergangenen Jahrzehnt so entscheidend geprägt wie sonst nur noch Frank Castorf: In der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz waren Marthalers minutiös realistischen und subtil musikalischen Erstarrungshochämter die Antithese zu Castorfs grell abstrakten und brachial lauten Zerstörungsfesten. Dazu kommt, dass der Spätstarter - der heute 49-jährige Marthaler kam über die Musik zum Theater - seine so eigenartige Ästhetik nicht erst entwickeln musste; es war längst alles in seinem Kopf: "Dieses ,Modell' hat sich nicht langsam entfaltet", glaubt der Dramaturg Matthias Lilienthal. "Als ihm die Möglichkeit gegeben wurde, hat Marthaler seine Welt als Ganzes ,ausgekippt' ..."

Ein Grund mehr, das Projekt Marthaler zu würdigen, als wäre


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