Geflügelte Protome

Kunst. Das Kunsthistorische Museum Wien zeigt in einer Sonderausstellung "7000 Jahre persische Kunst". Der historische Hintergrund der Kostbarkeiten bleibt im Dunkeln.

Kultur | Sabine Dornscheid | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Wo's staubt, da lebts." Auch die aktuelle Ausstellung im Kunsthistorischen Museum (KHM) folgt einem Lieblingsmotto seines Generaldirektors Wilfried Seipel. Denn sie ist symptomatisch für jene populistische Ausstellungspolitik, der Seipel während seiner zehnjährigen Tätigkeit am KHM treu geblieben ist: Kunst und Kultur aller Zeiten und Völker. Diesmal sind die Perser dran: 180 prähistorische und antike Werke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran sind zum ersten Mal seit den Sechzigerjahren außerhalb des Irans zu sehen.

Seipel leistete vier Jahre diplomatische Feinarbeit. Schließlich kam im vergangenen Jahr ein Kulturabkommen zustande, das Bundespräsident Thomas Klestil bei einem Staatsbesuch im Iran unterzeichnete. Im Abstand von zwei Jahren sollen zwei weitere Großausstellungen folgen. Vertraglich zugesichert wurden die Leihgaben für die aktuelle Ausstellung erst im September dieses Jahres. Dem KHM erschien das Planungsrisiko entsprechend hoch, sodass lediglich der Wechselausstellungsraum


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