Nüchtern betrachtet: Hotelklos dürfen ruhig im Bad sein

Kultur | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Weil ich zu Hause wohnen darf und kein Vertreter bin, liebe ich Hotels. Zum Beispiel war ich schon zweimal in Linz im Hotel (einmal freiwillig) und dreimal in Wels. In Wels hatte ich eine Suite, die war so groß wie das Klavierzimmer meines Chefs. Am Vormittag übte ich dort meinen Abschlag und die langen putts, am Nachmittag suchte ich meine Frau; nachdem ich sie auf ihrer Seite des Bettes gefunden hatte, unternahmen wir eine kleine Wanderung Richtung Badezimmer, kehrten allerdings, nachdem es dunkel geworden und der nächste Lichtschalter eine gute halbe Gehstunde entfernt lag, wieder um und tasteten uns ins Bett zurück. Viel zu erschöpft, um noch Geschlechtsverkehr haben zu können, schliefen wir ein. Am nächsten Tag gingen wir duschen. Weswegen wir das Frühstück dann auch verpasst haben. Üblicherweise sind die Hotelzimmer aber kleiner als das Klavierzimmer meines Chefs - irgendwo zwischen dem Swimmingpool meines Bruders und dem Aquarium meines Chefs. Im besten Falle verfügt es


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