Rückblick: Top of the Flops

Stadtleben | aus FALTER 51/00 vom 20.12.2000

Es ging heuer beislmäßig natürlich auch einiges in die Hose, denn wo viel Licht, da auch viel Schatten. Folgende Beispiele wären zu nennen, ich bitte von Klagen abzusehen. Danke.

Centraal Das nach dem englisch-amerikanischen Vorbild "Belgo" gestaltete Muschelspezialitätenlokal mit den vielen belgischen Bieren schlitterte trotz witziger Küche in den "Guess Club"-Konkurs. Kocht jetzt - wie könnte es anders sein - italienisch.

Che Mit irrem Aufwand und viel Geld umgebautes "Sowieso", aber auf zwei Stockwerken gibts mehr Coolness als sonst was. Und wenn man kalifornische Küche nicht beherrscht, sollte man sie besser sein lassen.

Guess Club Kärntner Straße Ein trauriges Kapitel: Nach dem Flop mit der Fusionsküche wurde im Designerlokal klassisch französisch gekocht, und zwar hervorragend. Aber nur ein Monat lang. Jetzt ist endgültig zu.

Haizaki-san no omise Der größte Verlust dieses Jahres: Der winzige, köstliche Anti-Sushi-Japaner mit den wunderbaren Nippon-Tapas ging sich rechnungsmäßig nicht aus. Ist jetzt die 240ste Sushibar.

Kinsky Gestartet mit großem Trara, fragwürdigem Design und einem Küchenkonzept, das die Küche der Kronländer modern interpretieren wollte. Man erkannte den Flop rasch, macht jetzt auf Italo-Asiatisch, und das sehr gut.

Tarlino im Hofmobiliendepot Verblüffend, wie einfallslos man ein Lokal in einem ja an und für sich nicht uninteressanten Museum heute noch machen kann. Design genauso erbärmlich wie die Küche.

Teehaus Hansenstraße Nur gute Tees und witzige Happen haben offensichtlich nicht gereicht, Michael Lohn musste zusperren, plant aber schon wieder neue Schritte.


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