Überfremden, bitte!

Wahlkampf. 100.000 Neoösterreicher in Wien sind kein "Problem", sondern eine interessante Wählergruppe - wenn sie zur Wahl gehen: Das will die "Wiener Wahl Partie" den Parteien im Wahlkampf klarmachen.

Julia Ortner | Politik | aus FALTER 02/01 vom 10.01.2001

Whlkampf in Favoriten. Am Viktor-Adler-Markt machen FPÖ-Funktionäre lautstark Stimmung. Gegen Sozialschmarotzer, linkslinke Chaoten und Ausländer. Gleich nebenan hat sich eine zweite Gruppe versammelt. Mit einer ganz anderen Botschaft. Die jungen Leute machen Stimmung für Zuwanderer. Diskutieren mit Marktbesuchern über Rassismus. Und erklären den Neoösterreichern, dass sie diesmal unbedingt zur Wahl gehen sollen. So oder so ähnlich stellt sich die "Wiener Wahl Partie" ihre mobilen Einsätze im kommenden Wiener Wahlkampf vor: Auf Märkten und öffentlichen Plätzen immer dort auftauchen, wo gerade auch andere Parteien wahlkämpfen - und sich für die Rechte von Zuwanderern einsetzen.

Die Wahlpartie, ein gemeinsames Projekt der sich für Migranten einsetzenden Vereine gettoattack, Echo und Initiative Minderheiten, hat sich zum Wahlkampfauftakt für die Schlacht um Wien gerüstet. Ihr Ziel: Zuwanderer sollen nicht länger als "Problem" der Politik wahrgenommen, sondern von den Parteien

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