Mediensplitter

Medien | aus FALTER 02/01 vom 10.01.2001

Freie Radios Wie das Magazin Format berichtet, plant der mehrheitlich im Besitz der WAZ-Gruppe befindliche Metro-Verlag (Wienerin, Skip) seine Anteile mit denen der ET-Multimedia Verlagsgesellschaft der Radda-&-Dressler-Gruppe zu verschmelzen. Auch die Libro-Tochter lion.cc, an der die WAZ mit 30 Prozent beteiligt ist, soll über eine Verschmelzung mit ETM verhandeln. WAZ-Land wächst!

Medienbehörde Weiterhin im Zentrum der medienpolitischen Debatte steht die "KommAustria" genannte Medienbehörde. Die Grünen werfen der Regierung vor,Postenschacher zu betreiben. Der geplante Regulator sei Normgeber, Konzessionsbehörde und Rechtsaufsicht in einem. "Das Modell der autoritären Wende", sagte der grüne ORF-Kurator Schennach.

Drei Philosophien der TV-Privatisierung verkündete FPÖ-Klubobmann Westenthaler: 1. Alles bleibt, wie es ist, 2. eine Art ORF-AG und 3. eine Teilprivatisierung des ORF. Früher hätte man gesagt: "Si tacuisses, philosophus mansisses" (hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben).

Astrid Zimmermann war zwei Jahre Vorsitzende der Journalistengewerkschaft. Als sie ihr Ziel, mit der Journalistensektion von der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe zur Gewerkschaft Druck und Papier zu wechseln, nicht verwirklichen konnte (unter anderem, weil, wie Zimmermann sagte, Gewerkschaftschef Verzetnitsch nicht zu seinem Wort stand), warf Zimmermann letzte Woche das Handtuch, obwohl sie als Vorsitzende gute Figur gemacht hatte. Über ihre Nachfolge entscheidet das Präsidium der Journalistengewerkschaft am 17. Jänner.


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