Ingenieur des Grauens

Film. Errol Morris' Film "Mr. Death" dokumentiert das Leben und Töten von Fred A. Leuchter jr., einem Enthusiasten "humaner" Hinrichtungstechnologie.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 02/01 vom 10.01.2001

Haben Sie sich jemals gefragt, ob Sie sich irren oder einen Fehler gemacht haben?" Es ist das einzige Mal, dass wir den Regisseur etwas fragen hören. Eine rein rhetorische Frage, ganz am Ende des Films. Sein Gegenüber, Fred A. Leuchter jr., scheint sie nicht einmal richtig gehört zu haben, im Übrigen jedoch bleibt er bei seiner Überzeugung: "No, I am beyond that." Hier ist nichts mehr zu retten.

Errol Morris hat sich auf "hoffnungslose Fälle" spezialisiert. Seit den späten Siebzigerjahren macht er Dokumentarfilme, davor hat er als Privatdetektiv gearbeitet. In seinem berühmtesten Werk, "The Thin Blue Line" (1988), nahm er den Fall eines wegen Mordes an einem Polizisten verurteilten Autostoppers wieder auf und konnte dessen Unschuld beweisen; der wahre Täter wurde später wegen eines anderen Gewaltverbrechens zum Tode verurteilt. Im vorliegenden Fall, "Mr. Death - The Rise and Fall of Fred A. Leuchter, Jr.", schlägt er die entgegengesetzte Richtung ein: "Die Frage, die sich schließlich


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