Spielplan

Kultur | P.Rathmanner / C.Fastner | aus FALTER 02/01 vom 10.01.2001

Mit "Hera Clit" steht im Schauspielhaus-Schaufenster eine sexy "Space Odyssey 2001" auf dem Programm. Ausgangs- und Drehpunkt der Reise durch Raum und Zeit ist unbefriedigender Sex. Das Liebespaar Hera und Clit lässt die irdischen Begrenzungen - "Liegt es am Glied? Liegt es am Gerät?" - hinter sich und sucht grenzenloses Liebesglück im überirdischen Dasein. Der vor einem Jahr verstorbene Kärntner Dramatiker Georg Timber-Trattnig hat eine aberwitzige Farce über Liebe, Tod und Begehren verfasst und sie treffend als "erotisch-philosophische Zauberposse in fünf Szenen auf tragikomischem Zirkussand" bezeichnet. Die Inszenierung von Georg Staudacher packt das bilderreiche und assoziative Wortmaterial sehr körperlich und griffig an. Er findet für jeden Akt einen eigenen Spielstil, der die Liebenden durch die Galaxien schleudert und sie weich auf einem ausrangierten kleinkariert gemusterten Bett in einer trashigen Wohnzimmerlandschaft landen lässt. Das rastlose Begehren endet - "Wir sind


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