Auf den Hund gekommen

Film. Der österreichische Dokumentarfilm "Wenn die Liebe flöten geht" erzählt von Trennungsschmerz und seiner Überwindung.

Kultur | Michael Loebenstein | aus FALTER 02/01 vom 10.01.2001

Urlaube können zum Höllentrip werden. Auch Geburts- oder Jahrestage, ja selbst gemeinsame Kinobesuche bergen ihre Tücken. Eine falsch verstandene Geste, ein beiläufig geäußertes Wort bringen lang gehegte und im Verborgenen gepflegte Ressentiments an die Oberfläche. Sein spießiger Geschmack und ihre Schlamperei. Ihre Eifersucht und seine Bindungsängste. Schlechter Sex, zu wenig Sex, Übergewicht und Alkoholkonsum. Details, an denen man sich schon lange gestoßen hat. Was bleibt, ist die Feststellung, man habe sich, scheints, "auseinander gelebt".

In dem Dokumentarfilm "Wenn die Liebe flöten geht" treten Menschen vor die Kamera und sprechen über die Trennung von ihren Partnern. Eheleute, schwule, lesbische und Heteropaare suchen, noch gezeichnet vom unmittelbaren Erlebnis des Auseinandergehens, nach Worten und einer Erklärung für diesen Einschnitt. Ein Jahr später sieht die Welt dann schon anders aus.

Die gebürtige Pragerin Nadja Seelich schreibt und inszeniert, gemeinsam mit


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