Mit hochrotem Kopf

Neues Lokal. Eine Innsbrucker Kaffeerösterei mit bemühter Italianita eröffnete gegenüber der Haupt-Uni eine Cafe-Bar.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 02/01 vom 10.01.2001

Es lässt uns hoffungsvoll in die Zukunft blicken, dass man manche Dinge trotz weit fortgeschrittener Technik einfach nicht klonen kann. Irische Pubs zum Beispiel, die aus der Retorte stammend mit den Dubliner Beisln in etwa so viel gemein haben wie ein Sacherwürstel mit einer Burenhaut. Oder eben die italienische Cafe-Bar, von der es im Land, in dem die Zitronen blühen, ungefähr vier Milliarden supere Exemplare gibt, außerhalb der italienischen Grenze hingegen genau null. Auch in Wien wurde dieses Format immer wieder bemüht, und am Beispiel der erfolgreichen Segafredo-Lokale zeigt sich, dass das Publikum auf Authentizität offenbar keinen großen Wert zu legen scheint.

Vor kurzem eröffnete die Innsbrucker Rösterei "Testa Rossa" ihr erstes Outlet in Wien, und zwar dort, wo bis vor kurzem das eigenartige "Cafe Lotto" sein Dasein fristete. Auf den Fenstern steht geschrieben, dass es Schwester-Lokale in Budapest, München, Frankfurt und Innsbruck gibt, und da nehmen wir an, dass die


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