Strauß in der Pfanne

Ernährung. Durch BSE-Skandal und Importverbot für Rindfleisch aus Deutschland und Frankreich ist vielen Fleischessern die Freude am Tafelspitz vergangen. Dafür boomt auch in Wien Exotisches: Straußenfleisch.

Stadtleben | Nina Horaczek | aus FALTER 02/01 vom 10.01.2001

Der Vogel Strauß, korrekt Struthio camelus, stand in den Achtzigerjahren vor allem bei Leuten auf dem Speiseplan, denen das vulgäre Rind zu unspektakulär war, bei Leuten, die sich Exotik auf ihren Tellern wünschten. Mittlerweile hat sich das geändert: Straußenfleisch boomt, die Fleischesser der Stadt suchen aufgeregt nach Alternativen zum Rind. Denn viele, die täglich von BSE-Fällen in Deutschland, Tiermehlverfütterung und illegalen Fleischimporten hören, verlieren die Lust auf Schnitzel, Burenwurst und Rindslungenbraten. Wenn sogar das bisher unbedenkliche Schafmehr und mehr verdächtigt wird, BSE-Überträger zu sein, wird Strauß zur interessanten Alternative.

Schließlich sieht das Fleisch des zwei bis drei Meter großen Federviehs nicht nur fast genauso aus wie Rindfleisch, es schmeckt auch täuschend ähnlich - sogar ein bisschen zarter. Gesünder ist das Fleisch des letzten Nachfahren der Saurier allemal: Denn der Vogel Strauß am Teller hat neunmal weniger Fett als sein


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